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“Da der Heinrich … in ungeregelter Tätigkeit und leichtsinniger Vergeßlichkeit fortlebt, überhaupt nicht im Stande ist, seine Betriebsamkeit nach eigenem freien Willen auf eine vernünftige und zweckmäßige Weise zu regeln, und im Verfolg dieser Regellosigkeit, die Schande für seine Eltern, der größte Nachteil für ihn selbst zu gewärtigen ist, so will ich ihn hiermit nochmals die Pflicht ans Herz legen … zum geregelten Fleiß, zur vernünftigen Einteilung seiner Zeit zurückzukehren … In der Besorgnis, daß auch diese Ermahnung nichts helfen wird, und in dem festen Willen, wenigstens die bevorstehende letzte Ferienwoche nicht in tagdiebischem Schlendrian zugebracht zu sehen, befehle ich folgende Einteilung der Zeit:…” (Es folgt der Zeitplan.)
So der Vater von Heinrich Hoffmann über seinen Sohn, der später als Psychiater und Autor des “Struwwelpeter” berühmt wurde. Hoffmann, womöglich selbst betroffen, hat einige Symptome von ADHS ziemlich treffend beschrieben (Zappelphilipp=Hyperaktivität, Hans Guck-In-Die-Luft=exzessives Tagträumen)

Der (indirekte) Namensgeber des “Zappelphilipp-Syndroms” – ein völlig bescheuertes und irreführendes Unwort wie ich finde – hat hier auf meinem Blog wenigstens mal eine Erwähnung verdient
P.S.: Meine Großmutter meinte zu mir als Kind desöfteren, ich würde noch meinen Kopf vergessen, wenn der nicht angewachsen wäre…
Bildquellen: Wikipedia, Projekt Gutenberg (SpON)
