Buskampagne gestartet

Die Atheist Bus Campaign kommt nach Deutschland. Es darf ab sofort gespendet werden.

Infos auf

www.buskampagne.de

Geplant sind Aktionen in München, Köln und Berlin, benötigt werden 19.500 €.

via

14 Gedanken zu “Buskampagne gestartet

  1. Ich stelle mir vor, wie so ein Bus in Köln in der Nähe des Doms vorbeifährt. Das bringts doch! Die Dominanz der klerikalen Sülze, die überall dort sichtbar ist (Plakate, Devotionalienshops etc.) wird zumindest ein kleines bisschen aufgelockert.

    Spendet, Freunde!

  2. Komische Sache.

    Wenn ich mich keiner Religion zugehörig fühle, warum schließe ich mich dann einer anderen Bewegung an ? Sozusagen einer “Nicht-Religion” ?

    Das ist wie bei Pubertierenden, die legen großen Wert darauf, sich abzugrenzen, und bemerken dabei gar nicht, dass sie sich unbewußt völlig uniformieren.

  3. Hallo Silvia,

    der Vergleich mit der Pubertät ist gar nicht mal so schlecht – Pubertät ist eine unverzichtbare Phase, um erwachsen zu werden, ein Reifeprozess sozusagen.

    Einer Gesellschaft, in der der Glaube an ein unsichtbares übernatürliches Krümelmonster mit Respekt belohnt wird tut solch eine Phase sicher gut!

    gruß,
    Achter

  4. Spiegel-Online:

    Werbung für ein Leben ohne Gott

    Gottlos glücklich: In Großbritannien und Spanien rollten sie bereits, nun sollen auch in deutschen Städten Busse Werbung für ein glückliches Leben ohne Gott machen. Die atheistischen Initiatoren sehen sich als Aufklärer, nicht als Missionare[...]

    Lustig an diesem SpON-Artikel ist die Einordnung in die Rubrik “Wissenschaft”. Nicht etwa “Panorama” oder “Kultur”.

  5. Zwischen Aufklären und Missionieren gibt es nur einen sehr feinen Unterschied, der leicht verwischt. Man könnte es auch Wortklauberei nennen ;-)

    Ich respektiere die Meinung der Atheisten, aber ich fordere auch, für meinen Glauben – egal, an welches “Krümelmonster” – nicht verspottet zu werden.

    Das nennt sich Religionsfreiheit.

  6. Hallo Sylvia,

    Ich bin für die Abschaffung der Kirchensteuer (so wie sie praktiziert wird), die Verbannung von Adam und Eva aus dem Biologieunterricht und gegen Islamschulen.

    Ausserdem bin ich gegen aufdringliches Kirchenglockengebimmel.

    Ich bin dagegen, daß man Kindern Lügen erzählt.

    Ich hasse es, wenn manche Politiker und Kleriker in den Medien verkünden, Atheisten seien “schlechtere” Menschen.
    DEFINITIV befürworte ich das Outing von Atheisten als gesellschaftlich relevante Bevölkerungsgruppe.

    Ich verspotte
    krude esoterische Glaubenssysteme, Sekten, alternativen Medizinmist, abwegige ADHS-Sichtweisen, Kreationismus und manchmal auch offensiven religiösen Glauben.

    Das nennt sich Meinungsfreiheit.

  7. Adam und Eva sind weder mir noch meinen Kindern bisher im Biologieunterricht begegnet, aber ich sehe durchaus mit Sorge, dass wohl ein entsprechender Trend zu verzeichnen ist.

    Islamschulen befürworte ich natürlich nicht, aber Kirchengebimmel, was soll’s, irgend eine Lärmquelle gibt es immer. Wir leben in einem christlich geprägten Land, und es wird ja keiner gezwungen, dem Ruf der Kirchenglocken zu folgen.

    Mag sein, dass ich es einfach nicht bewußt registriere, aber wo werden Atheisten denn als schlechtere Menschen diffamiert ? Und wenn, sind das denn Aussagen von “Amtsträgern”, die man wirklich für voll nehmen muss ? Kannst du als überzeugter Atheist nicht überlegen lächeln, wenn der alte Mann in Rom gegen Verhütung wettert ? Gerade weil du – um bei dem Beispiel zu bleiben – nicht der katholischen Kirche angehörst, könntest du dich doch ohne die geringsten Gewissensbisse von komischen Glaubensvorschriften distanzieren.

    So, wie du aber Akzeptanz für dich forderst, könntest du auch einen gewissen Respekt vor Andersdenkenden walten lassen. Mich trifft die Bezeichnung “Krümelmonster” für irgend einen Gott nicht, aber ich weiß (und du auch), dass solche Aussagen die religiösen Gefühle einiger Menschen verletzen.

    Ich spotte auch über einige Wirrköpfe, aber man sollte sie nicht beleidigen, auch wenn es oft schwerfällt und ich mich selbst nicht immer daran halte. Souveräne Aufklärung ist der bessere Weg, wenn auch manchmal sehr schwer, gerade wenn es um Kinder geht, die kein ADS haben, sondern eine blaue Aura, so dass ihnen eine adäquate Behandlung leider vorenthalten bleibt. Ich kann aber gelassen zuhören, wenn mir jemand seinen Glauben erklärt, solange derjenige mich nicht missioniert oder aus Glaubensgründen Werte hat, die ich nicht teile oder gar heftig ablehne.

    Sobald religiöser Wahn (oder atheistischer Aktionismus oder radikaler Tierschutz oder sonstwas) in Gewalt ausartet, ist natürlich Schluß mit lustig.

    Übrigens habe ich hier zwei pubertierende Töchter, die beide evangelisch getauft sind, aber die Konfirmation ablehnen werden (die Jüngere), bzw. aktuell abgelehnt haben (die Ältere), und zwar sehr bewußt. Ich bin stolz darauf, dass sie im Gegensatz zu vielen Gleichaltrigen gelassen auf die Geschenke verzichten und kein Schauspiel abziehen, um materielle Vorteile zu haben. Ich kann damit leben, dass sie sich als Atheisten bezeichnen, meine Aufgabe ist, ihnen meine Ansichten zu erklären, aber sie trotzdem frei entscheiden zu lassen.

  8. Zu deiner Forderung nach Respekt für religiösen Glauben zunächst eine provokante Frage: wie soll das geregelt werden? Brauchen wir da alte Gesetze wieder? Einen Gotteslästerungsparagraphen? Und wenn ja, wie soll das aussehen? Soll Blasphemie (wieder) bestraft werden? Und wenn ja, gibt es Unterschiede? Wer hat die Deutungshoheit darüber, welche Sekte, welcher Glaube kritisiert werden darf und welche nicht?

    Ich denke gerade an diese dänischen Mohammed-Karikaturen, da gings auch um “verletzte religiöse Gefühle”

    Zitat:”Ich spotte auch über einige Wirrköpfe, aber man sollte sie nicht beleidigen, auch wenn es oft schwerfällt und ich mich selbst nicht immer daran halte.”

    Zur Zeit habe ich den recht kruden Kryon-Kult im Visier (die Erfinder des auch von dir erwähnten Indigo-Wahns) soll ich die in ihrem Wahn auch respektieren? Wenn schon, denn schon, oder? Oder die Scientologen?
    Bitte erklär mir nochmal, was ich respektieren soll und was nicht, ich habe das nicht ganz verstanden!? Wo ist die Grenze zwischen “Wirrkopf” und normalem (Aber-)Glauben?

    Zitat: “Ich kann aber gelassen zuhören, wenn mir jemand seinen Glauben erklärt, solange derjenige mich nicht missioniert oder aus Glaubensgründen Werte hat, die ich nicht teile[...]“
    Ich frage da womöglich gelassen nach. Wenn jemand seine Werte aus dem Jenseits bezieht oder von einer “höheren” Instanz welche mir nicht zugänglich ist, muss ich zunächst einmal davon ausgehen, daß diese Person mir diese Werte nicht zugesteht -> Dieser Punkt ist übrigens für mich ein Grund, mich an der Busaktion zu beteiligen.

    Zitat: “So, wie du aber Akzeptanz für dich forderst, könntest du auch einen gewissen Respekt vor Andersdenkenden walten lassen. Mich trifft die Bezeichnung “Krümelmonster” für irgend einen Gott nicht, aber ich weiß (und du auch), dass solche Aussagen die religiösen Gefühle einiger Menschen verletzen.”
    By the way, ich kenne sehr liebenswerte und freundliche Leute, die sind in einer christlichen Sekte. Die respektiere ich sehr, und zwar nicht weil sie gläubig sind, sondern weil sie eben nett sind (und mich aber mit ihrem Glauben in Ruhe lassen). Respektabilität hängt allein von der Person ab, nicht von der Weltanschauung oder Intelligenz oder Geld. Auch Atheismus enthält per se nichts Respektables, ich möchte nicht respektiert werden weil ich Atheist bin. Ich möchte aber auch nicht, daß Gläubige solch ein Recht für sich beanspruchen. Dazu gibt es keinen Grund.

    P.S.: Atheismus ist übrigens KEINE Weltanschauung (das ist etwas, was viele Leute nicht verstehen)

  9. @ Achter:

    Ich sehe keinen Grund, irgendwelche Gesetze zu ändern oder neu/wieder einzuführen. Respekt kann man nicht von oben herab einklagen, den kann man im besten Fall seinen Kindern und sich selbst anerziehen aufgrund seiner eigenen Geisteshaltung.

    Die Grenzen sind im weitesten durch die aktuellen Gesetze gegeben. Wenn Sektenaussteiger massiv bedroht werden, dann ist dies zu ahnden, dafür gibt es theoretisch sehr wohl eine juristische Grundlage – meistens, mir ist schon klar, dass dies nicht immer so einfach ist. Ergänzend dazu gibt es ja noch den Verfassungsschutz, der gewisse Vereinigungen zu recht beobachtet.

    Du fragst: “Wo ist die Grenze zwischen “Wirrkopf” und normalem (Aber-)Glauben?”

    Wer kann das schon so genau beantworten ? Es hängt immer auch von der Gesellschaft ab. So wie Homosexualität vor noch ganz wenigen Jahren als Verbrechen galt, heute aber (theoretisch) akzeptiert wird.

    Eine klare Grenze ist auch hier das Gesetz. Ein Wirrkopf, der sich von Lichtnahrung ernährt, kann meinetwegen gerne durch den Wald hüpfen. Wenn derjenige aber sein Kind mit Luft großziehen möchte, dürfte das in den Bereich der Körperverletzung fallen.

    Du fragst:”Wenn jemand seine Werte aus dem Jenseits bezieht oder von einer “höheren” Instanz welche mir nicht zugänglich ist, muss ich zunächst einmal davon ausgehen, daß diese Person mir diese Werte nicht zugesteht”

    Das muss doch nicht so sein. Ob ich nicht töten darf, weil es in Deutschland verboten ist oder weil irgend ein Gott es mir verbietet, ist doch egal. Du unterstellst allen Gläubigen jeglicher Couleur, dass sie dich abwerten, und ich behaupte dagegen, dass dies mehrheitlich nicht zutrifft.

    Da, wo es extreme Unterschiede gibt, aber im legalen Rahmen bleibt, kommt vielleicht irgendwann der Punkt, an dem man nicht mehr miteinander umgehen kann. Schade, aber es ist halt so.

    Du schreibst: “Respektabilität hängt allein von der Person ab, nicht von der Weltanschauung oder Intelligenz oder Geld”

    Da sind wir uns völlig einig.

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