Nicht so sehr zum Bloggen aufgelegt…

…weil andere Sorgen.

Ich hab schon Ideen für Einträge, am Tag mindestens fünf, die kommen mir im Zug zur Arbeit oder wenn ich im Sprinter in der Gegend rumdüse, ja, Ideen hätt` ich genug. Philosophie, Homöopathie-Kritik oder mal ein nettes Anti-Bachblüten-Posting. Schön wär´s…

Nur, wenn ich dann abends wieder zuhause bin, den Rechner hochfahre, ist Ende Gelände mit dem Schreiben, Konzentration gleich null und Impuls im Minus. Da lese ich zum Beispiel eine Email von der Mutter meines Kindes, öffne ein Schreiben des Jugendamtes und realisiere meine wirkliche tatsächliche physikalische  Realität, das Leben ist kein Ponyhof und als Trennungsvater erst recht nicht. Probleme die zu lösen sind, ein für allemal, wenn möglich.

Die Lust auf ein lustiges (oder lustig-polemisches) Posting ist mir für heute vergangen, auch wenn ich weiß, daß es Schlimmeres gibt, ist am Schlimmsten doch immer das was man selbst erfährt…

Habe heute den Link Väteraufbruch e.V. in die Blogroll genommen, als Anreiz für mich selbst öfter mal hier auf meinem eigenen Blog reinzuschauen…

Ansonsten vergebt mir meine Schreibblockade…

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@friends:
macht euch keine Sorgen, objektiv ist nichts Schlimmes passiert, es ist die Liebe zu meinem Sohn, die wehtut. Machtlose Väter verstehen das…
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Pünktlich zerstreut

Gestern bin ich zu spät gekommen:

Im Geschäft war gestern Besuch angesagt, irgendwelche betriebsfremde Personen wollten was fotografieren, ein Buffet wurde wohl aufgebaut, was “Offizielles” halt. Da ich das vorher schon wußte, habe ich meinen Kleiderschrank konzentriert nach Klamotten durchgewühlt und nochmal geduscht.

Da ich nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt wohne, konnte ich mir bis auf den letzten Drücker Zeit lassen um den Zug noch zu kriegen, die Uhr immer im Auge habend. Dann schnell Licht aus, Rechner aus, hurtig los! Die Wohnungstür fiel zu und ich merkte, daß ich meine Brille nicht dabei hatte. Also schnell nochmal aufgesperrt, in die Wohnung geflitzt, Brille gegrapscht (auf Anhieb gefunden, welch Wunder!) und ab dafür. Zur Bushaltestelle

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Wie, wer, was bin ich?

Ich habe mich schon öfter mal gefragt, welches Bild ich von mir selber haben würde, wenn ich nicht wüßte wer ich bin und meinen Blog lese. Es gilt als absolut sicher, daß das was ich von mir selber preisgebe, oder die Themen die mich interessieren nur ein Teil von dem ist/sind, was mich als Person ausmacht. “Niemand” weiß wie ich aussehe, und es weiss auch “niemand”, daß mir mein Job und die Menschen darin oft sehr viel Spass machen, daß ich über Witze herzhaft lachen kann und bei manchen Filmen heule. “Niemand” hat eine Ahnung von mir…

Der Verdacht liegt nun nahe, daß ich, wenn ich nicht wüßte wer ich bin und meinen Blog lese, vielleicht denken würde ich wäre immer todernst, frustriert und unglücklich (solche Mutmaßungen wurden tatsächlich über mich schon geäußert, sinngemäß). Das trifft zwar manchmal auch zu, aber eben nicht immer. Oft schreibe ich einen Beitrag, weil mich etwas geärgert hat, daher der nicht unerhebliche Anteil Frustbeiträge hier. Ja, und wenn´s mir im realen Leben gut geht habe ich weniger Ideen was ich schreiben könnte (wie heute zum Beispiel) und schreibe weniger bis nichts (was zu eben dieser Verzerrung meines “Bildes” führt). Oder ich popel mir die Themen aus der Nase oder schau in meinen Feedreader und finde zum Beispiel einen Eintrag in Katja Schwabs Psychologie-Blog mit dem für heute, jetzt und diesen meinen Eintrag passenden Zitat:

[...]Es gibt immer mehr Menschen, die ihre Erfahrungen nicht nur ihrem besten Freund erzählen, sondern auch der digitalen Öffentlichkeit mitteilen. Ob offline oder online, der Leser wird die Textschnipsel eher auf die Persönlichkeit des Autors als auf die Umstände zurückführen. Mit schlechter Laune am Morgen sollte man sich einen Blogbeitrag zweimal durchlesen bevor man ihn mit einem lustlosen Klick in die öffentliche Wahrnehmung befördert. Denn der Leser wird hinter einem wütenden Kommentar eher eine wütende Persönlichkeit vermuten als die Schuld für den Ärger in den kleinen Widrigkeiten des Lebens zu suchen.[...]

Ich denke, ich wäre auch ganz schön überrascht, wenn ich euch, liebe Mitblogger, live erleben würde, überrascht über den Unterschied zwischen meinem Urteil über euch und euch selber. Aber diese Erkenntnis ist wiederum banal…

Ig-Nobelpreis 2008

Die Preisträger (Ig-Nobelpreis) des Jahres 2008 wurden am 2. Oktober geehrt (WIKIPEDIA):

  • Archäologie: Astolfo Gomes de Mello Araujo und Jose Carlos Marcelino für ihren experimentellen Beweis, dass Gürteltiere archäologische Fundstätten durcheinanderbringen können.
  • Biologie: Marie-Christine Cadiergues, Christel Joubert und Michel Franc für die sportliche Entdeckung, dass Hundeflöhe höher springen als Flöhe, die auf Katzen leben.
  • Chemie: Sheree Umpierre, Joseph Hill und Deborah Anderson für ihre Entdeckung, dass Coca-Cola ein effektives Spermizid ist, und C.Y. Hong, C.C. Shieh, P. Wu und B.N. Chiang für ihren Beweis, dass es keins ist.
  • Kognitive Wissenschaften: Toshiyuki Nkagaki, Hiroyasu Yamada, Ryo Kobayashi, Atsushi Tero, Akio Ishiguro und Agota Toth für ihren beängstigenden Hinweis, dass Schleimpilze Puzzles lösen können.
  • Wirtschaft: Geoffrey Miller, Joshua Tyber und Brent Jordan, weil sie aufzeigten, dass die Trinkgelder von Tischtänzerinnen vom Menstruationszyklus abhängig sind, und dass sie am höchsten ausfallen, wenn die Tänzerin am fruchtbarsten ist.
  • Literatur: David Sims für seine Studie: “Du Bastard: Eine erzählerische Erkundung der Empörung in Organisationen”.
  • Medizin: Dan Ariely für seine ruinöse Demonstration, dass teure gefälschte Heilmittel besser wirken sind als billige gefälschte Heilmittel.
  • Ernährung: Massimiliano Zampini und Charles Spence für ihren knusprigen Hinweis, dass Nahrung besser schmeckt wenn sie ansprechender tönt.
  • Frieden: Für die Schweizerische Ethikkommission über Biotechnologie und die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz für die Entwicklung eines Rechtsprinzips, welches besagt, dass Pflanzen Würde haben.
  • Physik: Dorian Raymer und Douglas Smith für ihren hilfreichen Beweis, dass sich Haufen von Fäden oder Haaren so oder so verwirren.

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Im Gegensatz zum sogenannten “Alternativen Nobelpreis”, der im Grunde eine ziemlich heuchlerische Veranstaltung ist (z.B. Homöopathen als Preisträger) gehts beim Ig-Nobelpreis immerhin um echte Wissenschaft. Wenn auch zum Schmunzeln…

Toleranz

Kurz angemerkt:

Das muss ich auch noch sagen, ich erfahre als bekennender ADHSler in Skeptiker- und wissenschaftlich orientierten Internetforen wesentlich mehr Achtung und Toleranz als früher als bekennender Skeptiker in ADHS-Selbsthilfeforen. Deshalb meide ich diese mittlerweile wie die Pest (Ausnahmen gibts aber).

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Nachtrag: Übrigens wird man in manchen dieser Foren schon selber als “intolerant” bezeichnet, wenn man z.B. sagt, Homöopathie sei reine Placebo-, Glaubenssache, da Wirkung wissenschaftlich nicht belegt. Nee Leute, wenn ihr ein bisschen was drauf habt und es gut mit euch selber meint, meidet diese Foren, ihr braucht sie auch nicht wirklich, eure Zeit könnt ihr auch anderswo verschwenden ;)

Enough is Enough

Ein Video, in dem sich der religionskritische britische Comedian Pat Condell gegen die Einführung der Scharia in Großbritannien geäußert hat, wurde von YouTube zensiert/zurückgezogen. Die Meinungsfreiheit wird dadurch auf eine Probe gestellt. Etwas mehr dazu hier:

http://richarddawkins.net/article,3197,-Petition-YouTube-for-Pat-Condell,Victimless-Criminal

Das ganze hat mich gerade überrascht, daher sind die Infos darüber noch recht dünn.

Hier ein Protestvideo, es geht auch um ein Buch. Und überhaupt darum, daß es Volkes Job ist, sich um den Erhalt der Meinungsfreiheit zu kümmern, ganz generell und global:

Vertraust du mir?

…fragt der Meister den Schüler…

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Diese von oben herab gestellte Frage habe ich in früheren Zeiten in diversen Varianten öfters gehört, auch mir wurde sie schon gestellt. Es handelt sich dabei um eine der perfidesten und manipulativsten rhetorischen Tricks der Psycho-, Satsang- und Scharlatanszene, auch Psychoanalytiker bedienen sich gelegentlich dieses Tricks.

Was bitte soll man darauf schon antworten, etwa “Nein!”? Obwohl diese Antwort in vielen Fällen ungelogen die Richtige wäre, würde das niemand sagen, man sucht ja schließlich etwas. Eine andere Alternative wäre zu sagen “nun ja, warten wir ab, ob du mein Vertrauen verdienst”. Was soll das sein, etwa (unerwünscht) Augenhöhe? Kein Psychotter der sein Salz wert ist ließe sich das gefallen. Standard-Gegenantwort: “Komm wieder wenn du soweit bist.”

Alles was bleibt ist dann ein ein entweder brunznaives oder mühsam geheucheltes “JA!”, welches den Meister von jeder Verantwortung befreit und den Schüler schließlich zum Komplett-Esel macht.

Alles klar? Gelingt ein “Weiterkommen”, ist´s der Meister. Und wenn nicht, dein mangelndes Vertrauen…

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P.S.: oft ist es nicht einmal der Chef selber, der diese Frage stellt, es sind häufig auch die Adepten selbst , die das “Vertrauen” in den Meister/ den Prozess oder und was auch immer zur Grundlage ihrer Idiotie machen.