Noch was zum Thema „Alternativmedizin“:
Neulich in einem Forum wurde mal wieder zum tausendsten Mal darüber diskutiert, ob Homöopathie nun bei ADS hilft oder nicht. Und erwartungsgemäß wurde dabei festgestellt, dass es eben nicht hilft! Warum muss darüber immer wieder von neuem diskutiert werden? Vielleicht weil Homöopathie einen nachhaltig (und unverdient!) guten Ruf hat? Ich verstehs nicht…Egal, das Thema hat mich zu einem kurzen Blogeintrag inspiriert, nichts Neues oder Bedeutendes. Ich finde halt, es schadet nicht nochmal auf das Thema „Alternativmedizin“ aufmerksam zu machen:
Es ist immer wieder das Gleiche: Gesundheit ist ein Multimillardenmarkt, von dem viele einen möglichst großen Krümel wollen. Auch die, die wenig Ahnung haben oder die Mühen eines Medizinstudiums scheuen.
So wird die Leichtgläubigkeit der Leute ausgenutzt, irrationale Ängste geschürt und Versprechen auf Wunder gemacht. Und das ganze recht ansprechend verpackt unter dem Label „natürlich, sanft, nebenwirkungsarm“. (Auf eine Aufzählung der verschiedenen „Therapie“-Angebote verzichte ich hier mal).
Ganz besonders ärgerlich: wer auf evidenzbasierte Medizin (z.B. Methylphenidat bei ADS) setzt wird oft unsachlich und argumentationslos gebrandmarkt. Neben vielen anderen unqualifizierten Vorwürfen die sich ADS-Mütter und Eltern gefallen lassen müssen steht einer ziemlich weit oben auf der nach oben leider offenen Schwurbelsülzlaber-Skala: man sei einfach „nicht offen“ für „alternative“ Verfahren. Diesem Gesülze halte ich dann folgenden Spruch entgegen: Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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