Was mich zur Zeit mal wieder interessiert (etwas konfus)

jetzt habe ich schon länger nichts mehr gepostet, mir fällt auch nicht viel ein. Bin ich einfallslos? Es scheint eine Phase zu sein, in der ich mehr Meme aufnehme als verbreite. Ausserdem macht mir das Bloggen zur Zeit weniger Spass. Andererseits (und da liegt meine gegenwärtige Passion) habe ich gerade wieder für ein neues Thema Feuer gefangen: “Komplexität“.

Letzten Donnerstag bei “Scobel” auf 3sat (eine hervorragend kluge Sendung, starker Kontrast zum sonstigen TV-Müll) war zu Gast Prof. Klaus Mainzer. Für mich als laienphilosophischer Universaldarwinist und Hobbymemetiker ein Thema, passend wie die Faust aufs Auge. Jetzt wollte ich mir gestern im örtlichen Buchhandel Mainzer´s neues Büchlein besorgen, die hatten´s aber nicht.

Da ich in solchen Fällen schlecht warten kann habe ich mir eben dafür ein anderes gegönnt, passt auch, steht schon lange auf meiner Wunschliste und ist ebenso hirndehnend: “Das egoistische Gen” von Richard Dawkins, Jubiläumsausgabe 2006. Eins der Themen dieses Buches könnte durchaus eine gute Ergänzung zu Mainzers Ergebnissen sein: Meme verbreiten sich auch nicht unbedingt linear-kausal: die Folgen mancher Worte geraten gelegentlich völlig ausser Kontrolle (ist jetzt vielleicht auch etwas voreilig und naiv was ich schreibe).

Dawkins` Buch ist jedenfalls fesselnd. Schon die ersten dutzend Seiten (nach den diversen Vor- und Geleitworten) sind gewaltig und folgenreich, nämlich (mit meinen eigenen Worten, selber interpretiert): das Ende des Anthropozentrischen Weltbilds, die Wende zum Determinismus oder, wie Freud vielleicht sagen würde, die “Naturalistische Kränkung”.

Wahrscheinlich und hoffentlich (zurück bei Scobel), und davon gehe ich nach Mainzers Äusserungen dort aus, wird die “Komplexitätsforschung” diesen Paradigmenwechsel (welch ein abgelutschter und schwurbelig missbrauchter Begriff, mir fällt grad nur kein besserer ein) in unserem Denken beschleunigen.

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