ADHS und die Suche nach bildgebenden Diagnoseverfahren

Immer wieder wird von vereinzelten Moralaposteln und Dickebackemachern postuliert, ADHS gäbe es nicht, es wäre nur eine Scheindiagnose. Klar, es ist immer einfacher ein fehlendes Gliedmass zu diagnostizieren als sich mit einem komplexen Störungsbild auseinanderzusetzen. Jetzt bin ich beim Surfen auf einen Ansatz des Brain Center Berlin gestossen, das mit Hilfe von EEG nach dem “Endophänotyp” ADHS sucht. Neben anderen Ansätzen (Schweiz, USA) in diese Richtung scheint mir diese Seite wegen der verständlichen Erklärung zitiergeeignet:

Zahlreiche Studien belegen, dass bei Individuen mit ADHS genetische Abwandlungen im dopaminergen System existieren, so dass die modulierende und modifizierende Einwirkung des mit dem Neurotransmitter Dopamin verknüpften Steuerungssystems verringert wird. Allerdings gibt es mindestens fünfzehn, vermutlich sogar das doppelte bis dreifache an genetischen Variationen, die in wechselnder Zusammensetzung bei Menschen mit ADHS gefunden werden.
Eine Diagnose oder gar epidemiologische Untersuchung auf genetischer/ molekularbiologischer Basis ist daher auf absehbare Zeit nicht denkbar.

Vielversprechend gerade bei Störungsbildern vom Typ der ADHS dürfte aber das relativ junge Konzept des Endophaenotyp sein (…)

Diesem Endophaenotypus von ADHS entspricht in unserem Konzept die typische ADHS-assoziierte zentralnervöse Regulationsdynamik, die sich - wie unsere bisherigen Untersuchungen zeigen - in einer spezifischen Morphodynamik des spontanen Ruhe-EEG’s abbildet.
Bestätigende Hinweise auf einen solchen Zusammenhang zwischen spezifischer Morphodynamik des EEG’s und besonderen Persönlichkeits- und Reaktionsmerkmalen finden sich bereits in einer Reihe älterer Veröffentlichungen (…)

Hier gehts zum GANZEN Artikel

Ob sich dieser Ansatz irgendwann bestätigt? Wir werden sehen…

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