AD(H)S im Internet

2008 Januar 18

Wer sich als Ahnungsloser im Internet über ADHS informieren will begibt sich möglicherweise auf unsicheres Terrain. Es gibt im Netz nunmal keine Qualitätskontrolle, und jedweder Ideologie, Sekte oder „alternativen Therapie“ wird hier eine Plattform gestellt. Heilsversprechen wie z.B. ADS sei vollständig „korrigierbar“ oder es käme nur auf die richtige Ernährung an sind dabei ebenso falsch wie schädlich. Sie suggerieren den Eltern betroffener Kinder sowohl ein falsches Bild über die biologischen Zusammenhänge wie über die für das jeweilige Kind/den Erwachsenen geeignetste Therapieform.

Ein leidiges und spannungsgeladenes Thema sind Medikamente:

„Fachleute“, die die medikamentöse Unterstützung einer Behandlung pauschal verwerfen und vor Gefahren warnen wo keine sind, sind keine Fachleute. Im Gegenteil: keine Ahnung!

Eine andere Sache zum Thema ADHS im Internet sind bestimmte Selbsthilfeforen, gegründet wohl in der ursprünglichen Absicht, ADS-lern Infos und Mut zu geben, leider aber oft inhaltlich gekippt, d.h. eine gewisse Toleranz gegenüber esoterischem Mistquark und anderen albernen „Theorien“ ist durchaus gelegentlich feststellbar. Mir wird da nur schlecht (meistens) oder ich krieg hysterische Lachanfälle (seltener), je nachdem. Dazu brauchts oft auch eine hohe Schmerztoleranz wenn man liest wie Dilettanten moderieren. Alles in allem, naja, lassen wir das….Ich konzentrier mich lieber aufs Bloggen. Da bestimme ich selbst die Themen und derartige Hirnkrämpfe kommen mir nicht ins Haus…

Auch hier bestätigen Ausnahmen jedoch die Regel und man trifft auch in den schwurbeligsten Foren manchmal auf wahre ADS-Experten. Das beruhigt mich dann wieder etwas. Ausserdem sind nicht alle Moderatoren automatisch Dilettanten…

Zuletzt bearbeitet am 18.02.08