Bis zur letzten Seite
Seit einem guten Jahr lese ich wieder mit großer Begeisterung Bücher, jedenfalls hatte das zunächst so den Anschein. Da waren in den letzten Monaten klasse Bücher dabei, Perlen des Wissens, interessante Themen die mein Denken definitiv erweitert und mein Allgemeinwissen aufgeblasen haben. Jetzt ist es aber so, dass Begeisterung jedenfalls bei mir ein Verschleißgut ist, auf den Anfangshype folgt eine Art intrinsisch-motivatorische Ermüdung. Auch das wäre kein Problem, wenn ich diese Ermüdung rechtzeitig bemerken würde und nicht doch noch irgendwie an einer schwindenden Begeisterung festhielte.
Die Konsequenz meiner Unaufmerksamkeit diesbezüglich ist ein Stapel Bücher, die ich unbedingt heute/diese Woche/in Bälde/im Zug/auf dem Weg zur Arbeit etc. etc. noch lesen möchte. Da sind dabei ein Buch über Bewußtsein von Damasio, sowie eins über die selbstzerstörerischen Tendenzen menschlicher Gesellschaftsformen (”Kollaps”von J. Diamond”), Dawkins´s “Egoistisches Gen”, Belletristik “Der goldene Kompass-Trilogie”, 2 Scheibenweltromane, die Bibel nach Biff. Alle diese Bücher habe ich angefangen und ausser vielleicht dem Goldenen Kompass ist keins dabei das mich so wirklich “packt”.
Was ich letzte Woche dann getan habe war folgendes: Ich bin meinem Zu-Viele-Ungelesene-Bücher-Problem dadurch ausgewichen, dass ich einfach NOCH ein Buch gekauft habe, aber eins das mich schon lange interessiert, schön gebunden ist, nicht zu viele Seiten hat und mir auch die eine oder andere Frage beantwortet die ich so den lieben langen Tag mit mir rumschleppe:
Süße Träume. Die Erforschung des Bewußtseins und der Schlaf der Philosophie
Toll: das Buch hat mich gefesselt und herausgefordert, ich habs in 2 Tagen BIS ZUR LETZTEN SEITE durchgelesen. Und im Moment da ich das schreibe sehe ich aus dem Augenwinkel den Stapel von Büchern, die noch auf mich warten. Und ich freu mich wieder ein bisschen drauf… ![]()
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(dieser Beitrag stammt noch aus meinem alten Blog)